Der Segen faulenden Holzes
Verfasst: Dienstag 21. April 2026, 13:16
Liebe Drechsler und Drechsslerinnen,
im Vergleich zu anderen Laubbäumen ist das Holz der Rotbuche ziemlich langweilig. Seine Textur wird für uns Drechsler erst attraktiv, wenn wir es so behandeln, wie Holz üblicherweise nicht gelagert werden sollte, nämlich nass und feucht. Dann beginnen spezielle Pilze gemäß ihrer Bestimmung mit der Auflösung des Holzes in seine chemischen Bestandteile Zellulose, Hemizellulose und Lignin. Das kann natürlicherweise im Wald oder geplant und kontrolliert beispielsweise im Garten geschehen, erfordert aber eine sorgsame Beobachtung und Überwachung. Der für unsere Zwecke optimale Zeitpunkt des Endes der Arbeit der Braun- und der Weißfäulepilze währt nur wenige Tage. Den zu ermitteln ist reine Glückssache. Dann muss das Holz schnell getrocknet werden, aber auch nicht zu schnell, weil die Gefahr von Rissen besteht, die eine sinnvolle Verwertung auf der Drechselbank vereitelt.
Meine Versuche, langweilige Buche künstlich mit Hilfe von Pilzen aufzuwerten, sind meist gescheitert. Erfolgreicher war hingegen die Holzernte im Wald im Rahmen der Feuerholzwerbung. Die „Nuggets“ entdeckte ich dann Jahre später beim Zerteilen der trockenen Meterstücke auf der Bandsäge. So ist mir auch dieses braun-weiße Buchenholz zugeflogen, welches noch hinreichend stabil ist, um daraus Dosen zu drechseln. Durchmesser 105, Höhe 60 mm beziehungsweise 28 mm. Oberfläche geschliffen bis 320 und dann poliert. Als Werkzeuge habe ich spitz angeschliffene Röhren und für innen einen Haken eingesetzt. Auf den Einsatz von Ölen, Wachsen und Lacken verzichte ich. Für alle Zeiten muss ich sicherstellen, dass die beiden Gefäße nicht nass oder dauerhaft feucht werden. Anderenfalls würden die schlafenden Mycele der Pilze geweckt und ihr Zerstörungswerk vollenden.
Hier noch eine Erklärung zum Nutzen und zur Verwendung der beiden Dosen. Die kleinere dient zum Bunkern vieler pharmazeutischer Hilfsmittel (Pillen aller Art) und die größere der Aufbewahrung von Geräten zur Sicherung der Kommunikation beim Übergang zum Greisenalter.
Die Produktion dieser maßbestmmten Objekte aus zwei Teilen trainiert unser Augenmaß und unsere Feinmotorik (besonders im Rentenalter).
Freundliche Grüße von Peter Gwiasda
im Vergleich zu anderen Laubbäumen ist das Holz der Rotbuche ziemlich langweilig. Seine Textur wird für uns Drechsler erst attraktiv, wenn wir es so behandeln, wie Holz üblicherweise nicht gelagert werden sollte, nämlich nass und feucht. Dann beginnen spezielle Pilze gemäß ihrer Bestimmung mit der Auflösung des Holzes in seine chemischen Bestandteile Zellulose, Hemizellulose und Lignin. Das kann natürlicherweise im Wald oder geplant und kontrolliert beispielsweise im Garten geschehen, erfordert aber eine sorgsame Beobachtung und Überwachung. Der für unsere Zwecke optimale Zeitpunkt des Endes der Arbeit der Braun- und der Weißfäulepilze währt nur wenige Tage. Den zu ermitteln ist reine Glückssache. Dann muss das Holz schnell getrocknet werden, aber auch nicht zu schnell, weil die Gefahr von Rissen besteht, die eine sinnvolle Verwertung auf der Drechselbank vereitelt.
Meine Versuche, langweilige Buche künstlich mit Hilfe von Pilzen aufzuwerten, sind meist gescheitert. Erfolgreicher war hingegen die Holzernte im Wald im Rahmen der Feuerholzwerbung. Die „Nuggets“ entdeckte ich dann Jahre später beim Zerteilen der trockenen Meterstücke auf der Bandsäge. So ist mir auch dieses braun-weiße Buchenholz zugeflogen, welches noch hinreichend stabil ist, um daraus Dosen zu drechseln. Durchmesser 105, Höhe 60 mm beziehungsweise 28 mm. Oberfläche geschliffen bis 320 und dann poliert. Als Werkzeuge habe ich spitz angeschliffene Röhren und für innen einen Haken eingesetzt. Auf den Einsatz von Ölen, Wachsen und Lacken verzichte ich. Für alle Zeiten muss ich sicherstellen, dass die beiden Gefäße nicht nass oder dauerhaft feucht werden. Anderenfalls würden die schlafenden Mycele der Pilze geweckt und ihr Zerstörungswerk vollenden.
Hier noch eine Erklärung zum Nutzen und zur Verwendung der beiden Dosen. Die kleinere dient zum Bunkern vieler pharmazeutischer Hilfsmittel (Pillen aller Art) und die größere der Aufbewahrung von Geräten zur Sicherung der Kommunikation beim Übergang zum Greisenalter.
Die Produktion dieser maßbestmmten Objekte aus zwei Teilen trainiert unser Augenmaß und unsere Feinmotorik (besonders im Rentenalter).
Freundliche Grüße von Peter Gwiasda