heute gibt es mal wieder einen kleinen Werkstattbericht von uns!
Entstanden ist eine recht schlanke, dünnwandige Querholzvase aus Eiche, die wir aus dem frischen Holz gedrechselt und auf etwa 5 mm Wandstärke ausgehöhlt haben. Im unteren Bereich ist sie sogar noch etwas dünner ausgearbeitet, mit einem leicht hohlen Boden.
Die Abmessungen:
Höhe: ca. 600 mm
Durchmesser: ca. 190 mm
Wandstärke: ca. 5 mm
Das eigentlich Spannende an diesem Stück ist aber das, was nach dem Drechseln passiert ist. Die Eiche brachte bereits einige markante Risse und Verwachsungen aus ihrem früheren Baumleben mit. Während des Trocknens haben sich die Spannungen im Holz weiter entfaltet, ein vorhandener Riss hat sich deutlich geöffnet und die ursprünglich recht gleichmäßige Form kräftig verzogen. Genau dieses Eigenleben des Holzes macht für uns den besonderen Reiz solcher Arbeiten aus.
Auch bei der Oberfläche haben wir ein wenig experimentiert. Bereits beim Drechseln wurden feine Rillen eingebracht, anschließend wurde die Oberfläche gebürstet, gekalkt und anschließend geölt. Dadurch kommt die Maserung schön zur Geltung und die Struktur wird auch haptisch erlebbar.
Besonders interessant finden wir das Zusammenspiel mit dem Licht: Je nach Blickwinkel und Lichteinfall verändern sich die Reflexionen auf der Oberfläche, sodass die Vase aus nahezu jeder Perspektive einen anderen Charakter zeigt.
Wir sind gespannt, wie euch das Ergebnis gefällt, und freuen uns ausdrücklich über eure kritischen Meinungen, Fragen und Anregungen.
