da war ich etwas Feige

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Jens
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da war ich etwas Feige

Beitrag von Jens » Freitag 28. Dezember 2018, 09:24

Hallo zusammen,

die Tage zwischen den Feiertagen sind prima, um Dinge zu erledigen, die schon länger darauf warten.
Dieses Holzstück soll laut Aussage des "Spenders" ein Stammabschnitt vom Feigenbaum aus Portugal sein.
Er hat einige Risse und daher ist ein dickwandiges Schälchen daraus geworden.
Durchmesser 20 cm Höhe 8 cm und Wandstärke 21 mm.
K800_P1210805a.JPG
K800_P1210807a.JPG
K800_P1210813a.JPG
K800_P1210822a.JPG
K800_P1210827a.JPG
K800_P1210830a.JPG
K800_P1210833a.JPG
Das Splintholz ist eher schmutzig und erst wollte ich es komplett zu Späne verarbeiten.
Doch an der einen Seite sieht es doch spannend aus und so habe ich es gelassen.
Der Spannzapfen ist noch dran, erst wird noch einmal poliert und dann kommt er ab.

Karl, die Schnittstelle auf Bild 3 verrät, dass sich die Holzfarbe leider wohl verändern wird. :-(

Viele Grüße
Jens
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Re: da war ich etwas Feige

Beitrag von Hölzerkarl » Freitag 28. Dezember 2018, 10:08

Hallo Jens,
mein Feigenholz sieht anders aus.
Allerdings habe ich mich, wie du auch, auf die Aussage des Spüenders verlassen.
Für einen Messermacher schneide ich gelegentlich auf der Bandsäge Holz zu.
Reste darf ich behalten, so wie bei dem Feigenholz auf dem folgenden Bild...
P1030670 (FILEminimizer).JPG
Dein Schälchen scheint Maulbeere zu sein. Genau so sieht bei mir Maulbeere aus.
Schön ist es allemal.

Was sagen die Holzkenner?

Gruß aus dem Werratal

Der Karl
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Re: da war ich etwas Feige

Beitrag von Erick » Freitag 28. Dezember 2018, 10:32

Hallo Karl
Als ich Jens Schale sah, hat mich das Holz an eine andere Art erinnert , aber ? Du hast nun Maulbeere erwähnt und ich kann bestätigen das mein Maulbeerholz genau so aussieht.
Erick

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Re: da war ich etwas Feige

Beitrag von Wolfram » Freitag 28. Dezember 2018, 15:09

Hallo Erick,

jawoll, und diese typischen Risse sind unverkennbar !


Grüße vom

Wolfram

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Re: da war ich etwas Feige

Beitrag von Jens » Sonntag 30. Dezember 2018, 12:09

Hallo Karl, Erick und Wolfram,

danke für eure Rückmeldungen und wie geschrieben, es war die Aussage vom Spender "Feigenholz".
Ich werde es ihm bei Gelegenheit zeigen und eure Anmerkungen dazu erzählen.
Da das Stück wie vom Brennholzstapel gegriffen aussah, hatte ich auch nicht so hohe Erwartungen.
Kommt gut ins neue Jahr und evtl. ergattere ich ja mal "echtes Feigenholz" zum probieren.

Viele Grüße
Jens
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Re: da war ich etwas Feige

Beitrag von Jens » Mittwoch 9. Januar 2019, 19:41

Hallo zusammen,

habe noch mal beim Spender nachgefragt und er ist sich sicher, es ist Feigenholz.
Maulbeere und Feige sind eng botanisch verwandt, beides sind Moraceae.
Im Netz habe ich bei verschiedenen Holzhändlern gesucht und es sehen sich beide Holzarten
sehr ähnlich, wenn sie es überhaupt im Angebot haben.
Soweit meine Nachforschungen.

Viele Grüße
Jens
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Re: da war ich etwas Feige

Beitrag von ImHolzRausch » Mittwoch 9. Januar 2019, 21:04

Nabend,

ich halte es ebenfalls für Maulbeerbaum.

Anbei sind mein Weißer Maulbeerbaum (Morus alba) und Echte Feige/Feigenbaum (Ficus carica). Beide sind definitiv korrekt beschriftet da ich sie selbst übers ganze Jahr in allen Stadien am Lebendigen Baum begutachtet und identifiziert habe.
Die beschriftete Seiten sind geölt, die unbeschrifteten Roh.
Ein Interessantes Detail bei der Feige ist das sie nach Kokos riecht. Maulbeerbaum tut das nicht.
Der Maulbeerbaum stammt aus dem Garten eines Freundes und die Feige aus dem Garten der Schwieger-Großeltern (von deren Kind vor 20 Jahren gepflanzt).

Rohes Feigenholz ist sehr weiß, eher Richtung Ilex.
Dazu muss aber gesagt werden das Farben auch abhängig vom Wuchsort sind.
zB ist das Holz der gewöhnlichen Walnuss (Juglans regia) in Deutschland mittelbraun, während mein Prof. ein Stück aus der Türkei hat wo als schon fast schwarze Züge annehmen kann, aber nicht muss.

Als anderes Mögliche Gehölze fällt mir gerade nur Echter-, Puriger Kreuzdorn (Rhamnus cathartica) ein.
Aber dieser Bildet bei so einem Durchmesser (gleicher in meiner Sammlung) eine eher glatte, dünne als so ausgeprägt rau-rissige, dicke Rinde aus.

Gruß,
Bene
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Re: da war ich etwas Feige

Beitrag von maserknollen » Freitag 11. Januar 2019, 15:31

Hallo Jens
Wenn ich auch mal spekulieren darf:
Mich erinnert diese kräftige gelb-olive Farbe sehr an Berberitze oder vielleicht in einem etwas blasseren Ton noch an Essigbaum.Bei einem Durchmesser von ca 20 cm auch nicht unmöglich.
Rundumlignum
L.G.Ludger

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