Tormek, oder kann man auch anders glücklich werden??????

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olaf
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Tormek, oder kann man auch anders glücklich werden??????

Beitrag von olaf » Sonntag 2. Dezember 2007, 22:10

Als ich 1997 meine Tormek 1200 für 320DM kaufte, waren meine Bewegründe hierfür:
1. zu wenig Ahnung vom Schärfen
2. viel Zubehör für das Gerät, mit dem man fast jeden
Winkel für fast
jedes Werkzeug einstellen kann

Schon nach nicht allzu langer Nutzung nervte mich die ewige Einstellerei von irgendwelchen Ichmachdirdenwinkelkorrekt Schärfhilfen.
Und natürlich auch die Dauer des Schärfvorganges.
Vom Wasserbehälter füllen, leeren u. säubern ganz zu schweigen(aber dies ist bei einem Wasserschleifer auch normal).

Als ich ein Jahr später das erste Mal die Hauptwellenlager (Kunsstoffbuchsen in denen eine Stahlwelle läuft) erneuern musste, entschloss ich mich den Tormek lieber etwas zu schonen und benutzte ihn nur noch für das Formschleifen von Schnitzwerkzeugen.
Habe mir dann einen Flott Schleifbock gekauft, den ich auch heute noch ausschließlich für Drechselwerzeuge benutze.

Ja aber, werden jetzt vielleicht einige denken, wie kriege ich den dann an meiner Schruppröhre einen Winkel von 45 Grad hin?
Es ist nicht wirklich wichtig, ob man jetzt 44 oder 47 Grad hingekriegt hat.
Die beste Hilfe beim Schleifen(wie übrigens auch beim Drechseln) ist die Ãœbung.
Man wird mit der Zeit feststellen, welcher Anschliff gut funktioniert und welcher weniger gut.

Wenn doch jemand von euch mit dem Gedanken spielt sich ein solches Gerät zuzulegen, kann er/sie mich gerne besuchen und probeschleifen.


olaf

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kerouer
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Beitrag von kerouer » Montag 3. Dezember 2007, 07:54

Salut,

Bei einen Treffen in Arnsberg

Nach dem Alfred einer meine Schalenröhre geschärft hatte, hat er mir gesagt "hauptsache scharf und du kannst damit drechseln!"

Wie Olaf sagt 44° oder 47°, egall aber scharf.

Und auf welche Maschine, da soll jeder für sich entscheiden.
Langsam oder schnell........

Grüße

Pascal

Deppenbrösel

Beitrag von Deppenbrösel » Montag 3. Dezember 2007, 19:32

Hallo Forum
In meinen Augen ist die Tormek Schleifmaschine eine fürchterlich überbewertete Angelegenheit.
Hiermit werden Anfänger, die meinen sich sklavisch an die "korrekten" Winkel halten zu müssen und deshalb auf die Schärfhilfen angewiesen sind, über den Tisch gezogen.
Wenn man sieht, wieviele Händler dieses Teil anbieten, wird die Marge wohl enorm sein. Klar, simples Stahlblechgehäuse, kunststoffgelagerte Wellen und ein Motor mit der Leistung einer guten Taschenlampe.....da ist ne Menge Luft drin für die Händler......

Ich selber schleife auf einer alten Scheppach Nass/Trocken Kombination.

Vorteile: Gnadenlose 220 Watt Leistung, ich brauche das Wasser abends nicht abzulassen, weil dieser Stein nicht aufquillt ( was der vom Tormek angeblich machen soll (was ich kaum glauben mag, da traut man sich ja nicht mehr das Bad zu putzen; was soll ich denn machen wenn die Fliesen aufquellen, da hau ich mir ja immer den Kopf an...) und das Teil kostete neu ca 120 DM
Und den Wasserstein benutz ich ehh nur an langen Wochenenden;
meine Lebensdauer ist zu kurz um mich da 10 Minuten zum Schleifen hinzustellen, da brauch ich ja nen Hocker vor der Schleifmaschine.

Und wenn ich sehe, mit welchen Argumenten die Dinger verkauft werden:

HSS wird immer teurer ! Schärfen sie Ihr Werkzeug ohne viel Material abzutragen !! ( ich glaub das war von einem der gelben Päpste)
Was meinen die eigentlich wie teuer ich meine kostbare Arbeitszeit ansetze ?? Und für die Anschaffungskosten krieg ich ja bald nen halben Zentner HSS.....

Als nächstes werden findige Geschäftsleute Superspezial-Schleifwasser aus finnischen Gebirgsbächen speziell für die Tormek anbieten!
Die Vorteile: Das Wasser unterstützt enorm den Schleifprozess!
Wichtige Spurenelemente verhindern korrosive Prozesse am Schleifkorn!
( Das ist sowas wie die Glaskorrosion aus der Spülmaschine Fernsehwerbung..nur viieel gefährlicher.
Und der gelöste Kalk bindet das pöse Perillyum aus dem HSS.....

Oder es gibt Duftöl speziell für die Tormek. Zur Entspannung des Schleifers und besseren Konzentrationsfähigkeit. ( OK ist wohl auch nötig..)

Oder einpaar Wunderkerzen, die direkt am Stein abgebrannt werden. Dann sieht es wenigstens aus als würde was passieren.....

Ach egal.....wer meint er müsse so eine Poser-Maschine haben, soll sich eine kaufen.
Aber man wird ihn von da ab Lulu nennen :-)
Man ist besser beraten, das Geld in ein vernünftiges ( non-China) Spannfutter zu investieren.


Dickes Lob für Olaf, der sich als einziger mir bekannter Tormek-Besitzer traut, das Preis/Leistungsverhältniss in Frage zu stellen.


Warum ich heut so erregt bin ?

Da kommt heut so ein depperter, lackierter, Ahnungsloser
Vertreter umsatzgeiler Aussendienstberater in die Werkstatt und will mir ein Sprühöl verkaufen.
Ich sach: Hab ich noch, brauch ich nur wenig von...
Sagt der: Wenn Sie damit den Tisch von der Abrichte einsprühen, gehts hobeln besser....
Ich sach: Bin ich bekloppt ? Öl auf dem Maschinentisch?? Dann hält doch der Leim nicht mehr !
Sacht der: Kein Problem. Das Öl verdunstet mit der Zeit.
Ich sach: Und das Zeug soll ich zum Schmieren von Gewinden nehmen ? Oder Lagern?? Wenns verdunstet??? jetzt ist aber gut !!
Und unsere Wege trennten sich ( wahrscheinlich für immer)

Udo
Zuletzt geändert von Deppenbrösel am Donnerstag 6. Dezember 2007, 17:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Erick
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Beitrag von Erick » Montag 3. Dezember 2007, 20:13

Hallo Udo
Ich habe mit einem Lächeln Deinen Beitrag gelesen.
So gut hätte ich nicht formulieren können.
Ich kann mich mit Tormek nicht anfreunden!
Benutze seit einer Ewigkeit einen Bosch Doppelschleifer mit 175 Edelkorundscheiben.
Habe eine Sorby Schärfhilfe davor, weil ich mit dem Freihandschleifen
nicht klar gekommen bin.
Zu den Winkeln an Schalenröhren: meine haben fast alle 45°.
Für enge tiefere Gefäße habe ich eine Röhre mit einem extrem stumpfen Winkel angeschliffen, damit die Fase im Grund noch anliegt.
Noch etwas zu Tormek. Ein Freund von mir hatte eine Röhre mit
einem Industrieanschliff. Er wollte nun aber den Fingernagelanschliff
haben. Den hat er nun auch, das hat aber zwei Stunden gedauert,
an seiner Tormek. Und die Schleifscheibe hatte danach eine Vertiefung in der Mitte.
Zwei Stunden.....
Gruß Erick

Der Holzwurm
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Beitrag von Der Holzwurm » Montag 3. Dezember 2007, 23:04

Ich werde wohl auch ohne Tormek glücklich werden ......

Da ich allerdings der Ãœberzeugung bin, daß ein "kalter Schliff" eine längere Standzeit hat als ein beim Trockenschleifen erwärmtes Eisen, war ich schon länger am überlegen, mir eine Tormek zu kaufen.
Warscheinlich ist das aber genau so eine Glaubensfrage wie die Naß- oder Trockenrasur.

Was mich bisher davon abgehalten hat war der Anschaffungswiederstand:
Die "grosse" Tormek mit dem Rundumsorglospaket für Drechsler und dem Zubehörbaukasten für Schreiner kostet die Kleinigkeit von 1000,-- Euronen ...... dafür kann man einige HSS-Röhren plattschleifen bevor man die Kosten wieder raus hat.

Gekauft habe ich mir vor ein paar Tagen eine Maschine von Holzstar.
(guckst Du hier: Holzstar )
Preis laut Internet (inkl. Drehteller) 300,-- Euro netto
Hassenichgesehen-Jubileums-Preis 199,-- Euro netto (also + MWSt)

Den "Made in China"-Aufkleber habe ich gesucht, aber nicht gefunden ...
den "Made in Germany"-Aufkleber aber auch nicht.

Als Zubehör gab es dabei nur eine Aufnahme für Stecheisen / Hobeleisen und eine Winkeleinstelllehre. Aber mehr gibt´s bei Tormek meines Wissens auch nicht dabei. Was mir nicht gefiel war die äusserst dürftige Bedinungsanleitung und das nachbestellte Zubehör:
Die Aufnahme für Maschinenhobelmesser (der eigendliche Grund warum ich mir das Ding gekauft habe) war eine absolute Katastrofe und wie der "Steinabrichter" funktionieren soll ist mir bis heute ein Rätzel.
Da ich die Maschine beim "Fachhändler um die Ecke" bestellt habe war das Zurückgeben des Zubehörs kein Problem ...... "leg mal dahin, wir schicken das Zeug zurück"
Das Zubehör werde ich mir wohl dann doch von Tormek bestellen, in der Hoffnung, das es hält was die Werbung verspricht, auch wenn mich dann Hobelmesserhalter, Steinpräperator und -Abrichter fast genau soviel kosten werden wie die Maschine.

Was ich nach dem ersten Ausprobieren sagen kann ist, das die Schneiden wirklich super scharf werden, aber die Einstellerei absolut nerfend ist.

Die Vorrichtungen sind gut wenn man mal wieder die korrekten Winkel anschleifen will aber für den ständigen Gebrauch sind sie mir zu "zeitraubend", aber man kann ja auch an einem Naßschleifstein freihändig schärfen, dann entfällt das lästige Einspannen und Winkelmessen.

Noch einen grossen Vorteil sehe ich darin, das beim schleifen keine Funken entschehen und man das Gerät dadurch direkt neben der Drechselbank aufstellen kann ..... dafür saut man sich dabei dann den Wasserbehälter mit Holzstaub ein ..... also entweder Laufen oder Wasser wechseln ...

Jetzt suche ich nurnoch jemanden der die Vorrichtung zum Röhrenschärfen hat .... zum Abgucken und Nachbauen .... eine Vorrichtung für Meissel (kostet wohl so 60-70 Euro) hab ich mir in 15 Minuten aus Sperrholz gebaut.

@ Olaf: Wenn Du so eine Vorrichtung hast, dann nehme ich Deine Einladung zum Probeschleifen gerne an, wenn nicht würde auch mal vorbei kommen um mir Deine Werkstatt anzusehen :)

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richie
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Beitrag von richie » Dienstag 4. Dezember 2007, 07:26

Hallo

Ich kann nur die Diamantscheiben von Magma empfehlen.
Ich schleife damit (Körnung 180)auf einem Billigschleifbock aus dem Baumarkt und die Eisen werden rasiermesserscharf - Abziehen ist praktisch nicht erforderlich.
Sie ist natürlich in der Anschaffung nicht ganz billig, aber im Laufe der Zeit spart man sich das wieder, weil der Abtrag pro Schleifvorgang minimal ist und man in wenigen Sekunden wieder ein top geschärftes Werkzeug hat.
Kleiner Nachteil: Eisen umschleifen ist nicht drin, dafür habe ich eine normale Scheibe.

Gruß
Erich

Deppenbrösel

Beitrag von Deppenbrösel » Dienstag 4. Dezember 2007, 18:06

@ Bernd

Die Schneidenerwärmung spielt nur bei Kohlenstoffstählen eine Rolle, hier allerdings ist sie kritisch, HSS ist dagegen warmfest.
Da allerdings beim Drechseln an der Schneide wohl auch hohe Temperaturen entstehen ( man müsste mal so ein Gerät zum berührungslosen Temperaturmessen in die Finger bekommen), kommen wir hier schon zum fortgeschrittenen Mystizismus: Schleif ich nen Kohlenstoffstahl nass und verliere dann Standzeit durch Erwärmung der Schneide beim Drehen ?
Oder schleife ich trocken und die Schneide kann sich schonmal warmmachen ???

Wie dem auch sei. Da ich nur noch eine einzige Nicht-HSS Röhre in Betrieb hab, mach ich mir da kein Problem. Wer allerdings Taschenmesser aus Wazimushi-Stahl sein eigen nennt, muss nass schleifen !

Udo

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olaf
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Beitrag von olaf » Dienstag 4. Dezember 2007, 19:27

Hallo Bernd,
komm vorbei.
olaf

klaus-gerd
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Beitrag von klaus-gerd » Mittwoch 5. Dezember 2007, 21:51

diese Diskussion ist anscheinend nicht nur eine Frage der "Trocken-oder Nassrasur", sondern anscheinend auch eine Frage der Generationen.

Ich bin nun seit ca. 1,5 Jahren bei der Drechselei.
Auch ich gebe zu, dass ich eine Tormek besitze.
Diese habe ich nicht aus einer Abwägung heraus gekauft,
sondern weil sie mir als erstes Schleifsystem über den Weg lief.
Ich lasse mal außen vor, dass im Nachherein betrachtet, diese Maschine überteuert ist. Leider wie so manches Werkzeug, was die Drechsler brauchen.

Was ich aber nicht gelten lassen kann ist, das immer wieder aufflammende Argument der Langsamkeit des Umschleifens.
Betrachtet doch einmal, wie oft das geschieht.
Immer wird berichtet, dass irgend ein Industrieanschliff zu einem "Was weis ich Anschliff" umgearbeitet werden muss.
Soweit ich das einschätze, geschieht das einmal. Dann ist der Schliff an der Röhre dran. Und glaubt mir, meine Röhren werden mich überleben. Somit brauch ich mir keine Gedanken darüber machen, in 14 Tagen schon wieder vor diesem Problem zu stehen.
Zum anderen habe ich den Eindruck, dass ihr liebe Kollegen mit einem unwahrscheinlichen Arbeits- und Zeitdruck in der Werkstatt steht.
Und jede Minute scheint zu zählen und wird als Lohnkosten abgerechnet.

Bei mir ist das anscheinend exotisch anders.
Ich drechsle, weil es mir Spaß macht.
Ich habe das Drechseln um zu entspannen und mich von der Hektik meines Berufes zu erholen.
Ich habe mit einem Deckel abgedeckt meinen Kaffepott im Regal stehen. Daneben ein paar Plätzchen und genieße die Beschaulichkeit des Hobbys.
Ich habe keine Angst, dass ich sterbe, bevor meine Röhre wieder mit der langsamen Tormek scharf geworden ist und ich liebe es, dass ich die Geschwindigkeit sehen kann und das Schärfen für mich dadurch ohne Angst nachvollziehbar wird. Ich höre das mahlende Geräusch des Steins und freue mich, dass sogar meine Frau sich an dieses Gerät traut um ihre Küchenmesser scharf zu machen.
Was will man mehr.
Entspannte Grüße und habt Mut zum Nassschleifen von KG

Deppenbrösel

Beitrag von Deppenbrösel » Sonntag 9. Dezember 2007, 10:22

Hallo Klaus-Gerd ( und die anderen natürlich auch)


mir wird bei deiner Schilderung doch ein wenig sentimental um's Herz.
Es erinnert mich doch irgendwie an meine ersten Dreh und Drechseljahre.....
Man ist von den ersten Versuchen mit Bohr- und anderen Elektromaschinen weg und hat irgendwas brauchbareres auf der Werkbank stehen.
Nun legt man eifrig los und produziert in mehr oder weniger grossen Stückzahlen feinste Drechselarbeiten, die schon bald dafür sorgen, das aus den 100 qm , die im Mietvertrag stehen, gefühlte 25 qm werden.

Da gilt es neuen Raum zu schaffen! Nun werden alle Lieben ( ob sie wollen oder nicht) mit Drechselkunst bedacht. Oma kriegt ne Schale vom Christkind und spendet gerührt für das neue Futter, Tom heiratet alle Warnungen zum Trotze und wird mit einer Vase reich bedacht und Paps sieht blass aus um die Nase und erhält ein Pillendöschen.

Aber schon nach wenigen Jahren schlägt der Freudentaumel im Bekanntenkreis beim Anblick eines runden Objektes aus Holz ins Gegenteil um !
Da werden neue Schalen demonstrativ neben die alten gestellt, die Vasen landen als Spielzeug im Kinderzimmer und die Pillendose als schicker Kondombehälter neben dem Zentrum der Familienplanung....

Und da der Künstler sich ja nicht nur von der Liebe nähren kann und pfiffige Mitmenschen ständig neue Spannfutter, Superhaken, neue Stähle und sonstiges Zubehör für den Fetischkeller erfinden, kommt irgendwann der Gedanke auf: He, ich könnte ja die Sachen auch an Fremde verkaufen !

Und schon landet man auf irgendeinem Bauernmarkt im Krahwinkler Forst zwischen den Lanz-Bulldog Freunden und einer Bratwurstbude.
Hier hat man nun Zeit nachzudenken, warum die Dieselrußflocken sich so hartnäckig an das Carnaubawachs der 4-mal gebleichten Ahornschale klammern und man daraus nicht einen neuen Superkleber erfinden könnte. Die vorbeischiebende Menge sondert ohne anzuhalten solche Kommentare ab wie: " Nee, is dat schön" oder " Boah, toll" , um anschliessend an der Bratwurstbude das mitgebrachte Geld zu lassen.

3 Wochen später irrt man auf dem Weihnachtsmarkt in Hinterkaltbach duch den Schneesturm in seinem Zelt und fragt sich, ob man das neue Futter überhaupt braucht und die Anschaffung eines Neoprenanzuges nicht Vorrang hätte. Die freiwillige Feuerwehr hilft einem abends beim Bergen der Zeltreste und pumpt unter Blaulichtgeflacker das Schmelzwasser aus den Schalen.

Aber man ist stolz. Nun ist man kein Hobbydrechsler mehr, sondern Amateur !

Abends am Ofen wird gerechnet:

5 Teile verkauft und 134 € eingenommen.

Super !

Standgeld waren 40€ und werden abgezogen.

4 x 60 km gefahren sind 240 und Diesel kostet 1 €, 20€ werden abgezogen.

Bleiben 74 €.

Für die 74€ haben wir stabile Kartons gesammelt, die Sachen schön eingepackt, Freitags abends in den Wagen geschafft (2 Stunden) und 2x7 Stunden unter einer Plane im Regen verbracht. Ohne Fahrtzeit ( aber da sitzt man ja auch warm und trocken im Auto, kann man ja nicht zählen..)

74€ : 16 = 4, irgendwas €. Naja, vorm Fernseher hätte man weniger verdient.
Dann fällt einem ein, dass die Zeit für die Herstellung dieser schönen Sachen ja auch noch gerechnet werden muss.
Bisher haben wir ja nur verkauft ! Und ein Kulibausatz kostet auch fast 4€ und der Kapselheber 3,-
Nun ist uns schlecht ! Das ist schon fast ein "globalisierter" Stundensatz.
( auf deutsch: Südmollukkertarif)

( Nun fällt uns ein, das der Bratwurstbräter abends im Benz nach Hause gefahren wurde und der Glühweinalchemist den Parkplatz mit einem 12-Meter Wohnmobil blockierte......)

Irgendjemand wird nun einwerfen: Aber ich hab mal auf dem soundso-Markt 773 € ! eingenommen.
Das mag sein, aber er hat dann auch viele Dinge verkauft, die in der Herstellung auch viel mehr Zeit in Anspruch nahmen.

Wer Märkte macht und dann mal scharf rechnet, wird auf einen Stundensatz kommen, der unerquicklich ist.

Und man bedenke: Wer grosse Märkte macht ( mit mehr Besuchern und mehr Umsatz), muss in der Regel einen Gewerbenachweis erbringen. Das macht die Kalkulation auch nicht besser.

Nun wird uns aber auch klar, warum alle deutschen Profidrechsler ihre Ehepartner in einem normalen Beruf haben, Werkzeug verkaufen, Kurse anbieten ect.

Fazit: Nach Jahren schliesst sich der Kreis und man endet wieder da, wo man angefangen hat:

Im Hobbykeller.
Mehr oder weniger entspannt.
Und wartet dass das MOMA anruft.
Drechseln macht mir immer noch Spass.
Aber Werkzeug schleifen nicht.

:prost :prost :prost Udo
Zuletzt geändert von Deppenbrösel am Dienstag 25. Dezember 2007, 09:22, insgesamt 2-mal geändert.

klaus-gerd
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Beitrag von klaus-gerd » Sonntag 9. Dezember 2007, 11:23

hallo Udo,
ein amüsanter Bericht und eine doch so wahre Darstellung der Sachlage.
Wenn Dir in der frostig anmutenden und von niemanden so richtig in Leistung und Qualität anerkannten Drechslerei durch meinen Bericht warm ums Herz geworden ist,
dann ist es gut, denn so war es auch gemeint.

Du kommst anscheinend wieder da an, wo ich noch bin.
Das ist doch eine gute Grundlage. Du hast Erfahrungen gemacht, die ich erst in den Anfängen erleide.
Vielleicht finden wir noch einen Dritten noch anders schleifenden.
Und wir treffen uns zu einem gemeinsamen Männer-Schleifnachmittag, hören auf die Geräusche der metallschärfenden Motoren und vergnügen uns mit Brotzeit und gemütlicher Glühweinverkostung.

So entstehen Kameradschaften fürs leben :prost

Mein letzter Markt zeigt, was Du schon schriebst:
Ich hatte bei uns im Dorf zugesagt, doch an dem Weihnachtsmarkt teil zu nehmen.
Unser Dorf besteht aus ca. 1100 Seelen.
Folgendes Ergebnis.
Vorläufiger Umsatz: 1 Kugelschreiber zu 14 EUR und ein weiters Teil zu 23 EUR.
Kurz vor Schluss kam der Kugelschreiberkunde, ein Mädchen, ca. 13 Jahre, mit der Nachricht, dass ihre Mutter gesagt habe, dass sei doch viel zu teuer. Ob sie denn das Teil nicht zurück geben könne.
Sie eilte dann mit dem zurückgewonnenen Geld zu Mama an der Würstchenbude, die in Doppelfunktion auch den Glühwein anbot.
Somit reduzierte sich der Umsatz auf 23 EUR.
Da dachte ich mir, schnell abbauen, wer weiß, ob der auch noch zurück gebracht wird.
Das tat auch meinen steifgefrorenen Fingern gut, die sich bei dem Schittwetter und dem 3-stündigen Vorführen eingestellt hatten.

Ach erwähnen muss ich noch, dass ich ganz in der Nähe wohne.
Somit lohnte es sich nicht, den von dem an diesem Tag wütenden Sturmböen in seine Einzelteile zerlegten Pavillon ordentlich zu falten und einzupacken.
23 EUR - 90 EUR= 67 EUR minus
Sperrmüll ist bei uns zum Glück noch umsonst.

Da gibt man dann doch gerne noch 25 EUR Standgebühr. Kommt ja in die Kasse für die Organisation des nächsten Weihnachtsmarktes, also allen zu gute.

Ich liebe mein Hobby
KG

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Das fünfte Element
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Beitrag von Das fünfte Element » Sonntag 9. Dezember 2007, 11:43

Hallo zusammen,
Ist ja sehr ernüchternd für einen Anfänger, die Diskussion vom Schleifen, über den Weihnachtsmarkt bis hin zur untersten Schwelle des Daseins!:cry:

Ein Hobbydrechsler ist und bleibt ein Hobbydrechsler!

Da sollte der Taschenrechner im Büro bleiben.

Wenn ich mir das Drechseln mal nicht mehr leisten kann, werde ich Hobbyschnitzer, dann kann ich mit meinem Taschenmesser anfangen.

meint: Uli
Drechseln lernt man durch Drechseln!
(Cicero 106-43 v. Chr.)

Günther
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Beitrag von Günther » Montag 10. Dezember 2007, 15:02

Udo,sehr amüsant und gleichzeitig voll ins schwarze getroffen.

Klaus-Gerd,14 Euro für einen Kugelschreiber!!!

Wenn man seine Sachen verschenkt und keine Kalkulation macht bleibt nix hängen.So sagt man auch den Kunden das der Schreiber keinen Wert hat,hätte er den wäre er Teurer.

Günther

Deppenbrösel

Beitrag von Deppenbrösel » Dienstag 25. Dezember 2007, 09:16

Klaus-Gerd

ich bin ja nun bekannt dafür, dass ich es ungern mache, aber hier muss ich Günther rechtgeben !

14€ für nen Kugelschreiber sind zu wenig !

Es sei denn du machst nen ganz schlichten: preiswerten Reklameeinschubkuli mit dem Hammer zärtlich zerlegen, in *irgendeinHolz* 4mm Loch rein und die Mine da reingeschoben......

Aber wenn du Bausätze kaufen musst und das tropische exotische Holzstückchen auch noch.......

Wir sollten mal dem Kartellamt was zu tun geben! :mrgreen: :mrgreen:

Udo

@ Günther: Ich komme aus dem Handwerk und mache dauernd Kalkulation, es bleibt trotzdem nix hängen .... :wink: :wink: :wink:

Ich bin froh dass ich vom Drechseln nicht leben muss....
Und ich bin für die Senkung der Armutsgrenze ! Damit sich die Leute wieder was leisten wollen können ! Hier ist die Politik gefragt !




8-)

Deppenbrösel

Beitrag von Deppenbrösel » Dienstag 25. Dezember 2007, 10:02

Ach so

um noch mal die Kurve zum ursprünglichen Thema zu bekommen:

Dies ist übrigens der "gelebte" Unterschied
zwischen einem Forum ohne Sponsoren
und einem Forum, das sich über Sponsoren (mit?)finanziert.
( von "Gewinn" ganz zu schweigen)

In dem einen bleiben Beiträge ungelöscht, die sich kritisch mit Produkten der Sponsoren befassen......

Das ist dann "frei" im Sinne von unzensiert und "frei" im Sinne von kostenlos für den User......

@Admin: Ralf, ich denke du kannst dieses Forum ruhig "doppelfrei" nennen...
:prost

Dies als " weihnachtlichen Gruß " :wink:

Udo

toby250375

Re: Tormek, oder kann man auch anders glücklich werden??????

Beitrag von toby250375 » Sonntag 11. Januar 2009, 20:26

Also ich würde auch gerne noch einmal das Thema an sich reanimieren:
Ich bin z.b. nicht nur Drechsler(eigentlich noch gar nicht, da die Bank noch nicht fertig ist..)
aber ich bin begeisterter Hobbyholzbauer, habe also auch Schnitzmesser, Hobel und Stecheisen... ausserdem bin ich irgendwie auch für die Schärfe der Messer in der Küche verantwortlich, ebenso wie für die Wartung sämtlicher Gartengeräte und Scheren im Haushalt...
daher will ich mir nun auch eine Nasschleifmaschine zulegen, denn bis auf meine Drechelröhren ist bei meinen zu Schärfenden Klingen nichts aus HSS gemacht....
Als erstes muss ich sagen , das die Tormek mir einfach zu teuer ist, allerdings das Zubehör einen guten Eindruck macht.
Daher nun meine Frage:
Weiss jemand , auf welchen Konkurrenzprodukten man Tormek Zubehör betreiben kann?
Gemeint sind hier im Speziellen die Schleifmaschinen von:
Scheppach (Tiger 2500, 2000),
Holzmann (NTS 200S)
Holzkraft (NTS 251)
Irgendwie sehen die Aufnahmen für die Werkzeuge alle genau so aus wie bei Tormek, so das ich die Hoffnung habe, sie seien Tatsächlich kompatibel?
Gruss,Toby

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Fritz-RS
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Re: Tormek, oder kann man auch anders glücklich werden??????

Beitrag von Fritz-RS » Sonntag 11. Januar 2009, 23:24

Hallo, Toby,

ich schleife alle Werkzeuge an einem alten, schnelllaufenden AEG- Schleifbock mit Edelkorundscheiben.
Meine Werkzeuge glühen nicht aus, weil ich sie zwischendurch immer wieder in Wasser, das neben der Scheibe in einem Becher steht, kühle. Wenn ich Stähle im Stichelschleifer eingespannt habe, kann ich sie nicht im Wasser kühlen. Dann lege ich Kühlphasen ein oder versuche, mit Druckluft zu kühlen.
Du siehst, Kühlen ist nicht unwichtig, muß aber nicht auf die beschriebene TORMEK-Tortur geschehen. Die wäre mir unbedingt zu lästig und zu teuer.
Ideal wäre eine wasserbeaufschlagte, schnelllaufende Scheibe.
Das Zwischenkühlen ist wesentlich weniger aufwendig, als das T..-schleifen.
Ob T das richtige Fabrikat ist wirst Du sehen, wenn Du Foren durchsuchst und verrostete Wellen usw. entdeckst.

Nicht notwendig, aber für einen Schärfegewinn brauchbar ist das leichte Nachschleifen, nur der Schneide, an einer Diamantscheibe, die auch schnell läuft und wassergekühlt ist.
Bei Diamantscheiben ist das förderlich, weil Diamanten nicht heiß werden dürfen.
Ich habe mir eine solche Vorrichtung zusammengebaut und zeige sie im Anhang. An ihr kann mit erheblichem Druck des Werkzeugs gegen die Scheibe auch normaler Werkzeugstahl und HSS, wie auch HM geschliffen werden. In einem zweiten Bild zeige ich die so nachgeschliffene Schneide einer Schruppröhre.

Gruß Fritz

PS: Die Anlaßtemperatur eines HSS-Stahls liegt relativ hoch, bei einem 1.3343 z.B. bei 550°C. Das mehrmalige Anlassen ist bei solchen Stählen richtig. Ein Erwärmen unterhalb dieser Temperatur ist also nicht schädlich.
Wenn ich schleife, wird dann gekühlt, wenn mir der Stahl in der Hand zu heiß wird. Diese Kontrolle hast Du mit einer Einspannvorrichtung weniger.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Deppenbrösel

Re: Tormek, oder kann man auch anders glücklich werden??????

Beitrag von Deppenbrösel » Montag 12. Januar 2009, 17:03

Fritz

das stell ich mir unter " optimaler Schneide" vor !

Respekt. :.: Wenn das der Herr Tormek sieht............ :wink:


Udo

toby250375

Re: Tormek, oder kann man auch anders glücklich werden??????

Beitrag von toby250375 » Montag 12. Januar 2009, 22:01

Hm, sicher ein schönes Schleifergebniss, aber ich sehe da das Problem, das bis man so was zurechtgewerkelt hat, entweder viel viel Geld oder Zeit fürs Gebrauchte Teile suchen drauf gehen...von der zu investierenden Zeit zum Bau einer solchen Schleifeinrichtung mal ganz zu schweigen...dann doch lieber eine der günstigen Nasschleifmaschinen und das Tormek Zubehör und loslegen...
Trotzdem, eine schicke Schleifanlage hast du dir da gezimmert, Respekt!
Gruss,Toby

rusty1
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Re: Tormek, oder kann man auch anders glücklich werden??????

Beitrag von rusty1 » Donnerstag 12. Januar 2012, 22:47

Hallo allerseits,
ich lese jetzt schon schweigend in einigen Foren mit und muss jetzt zu Preisen von Schleifmaschinen auch mal meinen Senf dazu geben.
Bei den Preisen von Tormek haben sich bei mir direkt die Nackenhaare aufgestellt aber die Versuchung war schon gross so ein Teil zu kaufen.
Als fleissiger Internetnutzer hab ich mich also nach günstigeren Alternativen umgeschaut.
Gekauft hab ich eine Schleifstation bei Westfalia für 115 Euronen. Die Ähnlichkeit mit der Tormek ist nicht zu übersehen, allerdings ist das Gehäuse aus Kunststoff. Die Welle läuft mit der gleichen Wattzahl in Messingbuchsen und sie eiert auch nicht rum oder hat sonst irgendwelche Macken. Somit habe ich jetzt super scharfe Küchenmesser und überhaupt schneidet nun alles was man so nass schleifen kann in Haus und Werkstatt wunderbar. Selbst die schon totgesagten Messer meines Elektrohobels sind nun wieder Rasiermesserscharf. Also, ich denke, zu diesem Preis ist die Maschine wirklich ein guter Griff.
Für etwas gröbere Sachen oder um Macken von Nägeln aus oben genannten Hobelmesser zu schleifen benutze ich eine gelochte Diamantscheibe von Kaindel (Ebay 27 € mit Versand). Danach die Geschichte auf den nassen Stein und schon is scharf. Das minimiert den Zeitaufwand erheblich.
Mein Schleifbock tut auch noch seinen Dienst und so krieg ich mit eigentlich übersichtlichem finanziellen Aufwand alles scharf was ich so brauche.

Wünsche euch allen ein schönes Wochenende und lasst die Späne fliegen

Christian

rusty1
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Re: Tormek, oder kann man auch anders glücklich werden??????

Beitrag von rusty1 » Donnerstag 12. Januar 2012, 22:47

Hallo allerseits,
ich lese jetzt schon schweigend in einigen Foren mit und muss jetzt zu Preisen von Schleifmaschinen auch mal meinen Senf dazu geben.
Bei den Preisen von Tormek haben sich bei mir direkt die Nackenhaare aufgestellt aber die Versuchung war schon gross so ein Teil zu kaufen.
Als fleissiger Internetnutzer hab ich mich also nach günstigeren Alternativen umgeschaut.
Gekauft hab ich eine Schleifstation bei Westfalia für 115 Euronen. Die Ähnlichkeit mit der Tormek ist nicht zu übersehen, allerdings ist das Gehäuse aus Kunststoff. Die Welle läuft mit der gleichen Wattzahl in Messingbuchsen und sie eiert auch nicht rum oder hat sonst irgendwelche Macken. Somit habe ich jetzt super scharfe Küchenmesser und überhaupt schneidet nun alles was man so nass schleifen kann in Haus und Werkstatt wunderbar. Selbst die schon totgesagten Messer meines Elektrohobels sind nun wieder Rasiermesserscharf. Also, ich denke, zu diesem Preis ist die Maschine wirklich ein guter Griff.
Für etwas gröbere Sachen oder um Macken von Nägeln aus oben genannten Hobelmesser zu schleifen benutze ich eine gelochte Diamantscheibe von Kaindel (Ebay 27 € mit Versand). Danach die Geschichte auf den nassen Stein und schon is scharf. Das minimiert den Zeitaufwand erheblich.
Mein Schleifbock tut auch noch seinen Dienst und so krieg ich mit eigentlich übersichtlichem finanziellen Aufwand alles scharf was ich so brauche.

Wünsche euch allen ein schönes Wochenende und lasst die Späne fliegen

Christian

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