Schleifteller

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olaf
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Schleifteller

Beitrag von olaf » Freitag 24. Oktober 2008, 18:59

Jeder kennt sie und fast jeder benutzt sie, die Schleifteller.
Wenn man diese in eine Bohrmaschine einspannt, ist es fast egal, welchen Durchmesser die Achse hat.
Nicht so, wenn man die Schleifteller in einer biegsamen Welle mit Spannzangen benutzt. Denn diese Spannzangen spannen nur das, was auf der Spannzange draufsteht und drüberhinaus nur ganz minimal mehr oder weniger.
Als ich letztens neue Schleifteller bestellt habe musste ich festtellen, dass diese nicht in die 6mm Spannzange passen. :draufhaun: :draufhaun: :draufhaun:
Der Schaft hat einen Durchmesser von 6,2mm und nicht von 6mm, wie sowohl auf der Homepage des Verkäufers, als auch auf der Seite des englischen
Lieferanten angegeben wurde. :danke: :daf?r:

Nach telefonischer Rückfrage beim Verkäufer war dieser erstaunt und meinte, ".......... aber die passen doch in die Bohrmaschine". :.: :.: :.: :.: :.: :.: :.:
Ich werde sie zurückschicken. Vera...... kann ich mich alleine.

Fazit: Wer großes schaffen will, muss sich erst mit niederem Blödsinn abgeben.
Es wünscht euch ein gutes Wochenende
olaf
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Fritz-RS
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Re: Schleifteller

Beitrag von Fritz-RS » Freitag 24. Oktober 2008, 19:25

Olaf,

so ein Zeugs kauft man nicht.
Das ist aus POM oder ALU schneller herzustellen, als sich zu ärgern.

sagt
Fritz

Deppenbrösel

Re: Schleifteller

Beitrag von Deppenbrösel » Samstag 25. Oktober 2008, 07:06

Was mir mal passiert ist:

Ich bestellte bei einem grossen deutschen Drechselversender einiger dieser Schleifköpfe incl. zusätzlicher verlängerter Schäfte für tiefere Teile.
Voller Überraschung musste ich dann feststellen, dass die Köpfe metrisches Gewinde hatten und die Schäfte zölliges. Passte also nicht.
Sehr clever.....

Das kommt wahrscheinlich davon, dass Händler zwar eine Ausbildung absolvieren müssen, vom Anwendungsfeld des gehandelten (in der Regel) aber gar keine Ahnung haben.
Das erfahre ich dauernd bei Holz und Werkzeughändlern.... :heul:

Oder es werden "Sonderposten" eingekauft, als "Standard" weitergegeben und der Kunde wundert sich über Maßabweichungen.

"Harte Zeiten dies sind" meinte neulich Meister Yoda... recht hat er :-)


Udo

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olaf
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Re: Schleifteller

Beitrag von olaf » Sonntag 26. Oktober 2008, 11:53

Hallo Udo,

wieder vorgekommenes Leid ist doppeltes Leid.
Aufgrund Deiner Geschichte kam bei mir wieder etwas verdrängtes aus der Vergangenheit hoch.
Habs auch sofort gefunden : den Schleifteller mit dem zölligen Innengewinde und die beim gleichen Laden bestellte lange Achse mit metrischem Außengewinde :.: :.: :.: .

Nun gut, damals habe ich mich auch nicht bei dem Versender darüber beklagt und werde es auch heute nicht mehr tun.
Heute habe ich die Einstellung gewonnen: Zurück mit dem Mist.

Man stelle sich einmal folgende Situation vor:

Das eigene Auto ist schon betagt, oder es kann den Ansprüchen der erforderlichen Holztransporte nicht mehr gerecht werden, oder der eigene Bauch hat nicht mehr genügend Platz bis zum Lenkrad, oder der zweite Frühling kam über Nacht............
Lange Rede........
Ein neues Auto muss her. Die zur Verfügung stehende Garage hat eine benutzbare Länge von 4 Metern.
Deswegen schaut man auch in den Prospekten nach der Länge des Wagens. Jetzt kauft man einen und muß dann feststellen, dass das Garagentor 10cm nach außen ausgebeult werden müsste, oder man die hintere oder vordere Stoßstange abmontieren könnte, damit das Tor zugemacht werden kann. :sauer: :draufhaun: : :sauer:
Im heutigen Sprachgebrauch sagt man: Ey, gehts noch.

olaf

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olaf
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Re: Schleifteller

Beitrag von olaf » Dienstag 28. Oktober 2008, 17:58

Hallo Fritz,

eigenentstanden sind schon einige. Material : 6mm Schraube und Alu
Das eigentliche Problem bei selbst hergestellten Schleiftellern ist die Auswahl an Moosgummi.
Das Material, was ich bisher verwende ist identisch mit den im Handel angebotenen, als "mittelhart" bezeichneten Schleiftellern.
Wenn du weiche Schleifteller herstellen willst, benötigst du Moosgummi, was auch nach Belastung schnell wieder in seine Ursprungsform zurückkehrt.
Das Material habe ich bislang noch nicht gefunden.
olaf

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Re: Schleifteller

Beitrag von Tom1 » Dienstag 28. Oktober 2008, 18:55

Hallo Olaf
frag mal hier:

http://www.gruemer-technik.de/
Die haben sehr viel Auswahl an solchen Materialien.

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Fritz-RS
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Re: Schleifteller

Beitrag von Fritz-RS » Dienstag 28. Oktober 2008, 20:56

Hallo, Olaf,

das Material meiner Wahl ist Zellkautschuk von http://www.gummifritz24.de in Stärken von 5 - 20mm, je nach Bedarf und Anwendung. Das Material ist sehr elastisch und kommt schnellstens nach Verformung zurück.
Wenn Du dort bestellst, nimm kein selbstklebendes. Die Klebefolie ist nicht hitzebeständig.
Das am besten haftende Klettband, ich habe Versuche gemacht, ist Teppichklettband, von dem man aber die Klebeschicht entfernen muß (siehe vor).
Den Alukörper mache ich meist stark konisch. Damit wird die Zellkautschukauflage noch elastischer.
Die Spannachse aus 6 mm Silberstahl o.ä. ist eingebohrt und mit Made gesichert.

Gruß Fritz
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frank
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Re: Schleifteller

Beitrag von frank » Mittwoch 29. Oktober 2008, 14:00

Hallo Olaf,
genau so einen hat mir Fritz mal eben auf die Schnelle beim letzten Besuch gedreht.
:danke: :daf?r:
Jetzt hoffe ich nur, daß mein geklebter Gummi hält.
Frank

Deppenbrösel

Re: Schleifteller

Beitrag von Deppenbrösel » Mittwoch 29. Oktober 2008, 17:15

Da durch den Zellkautschuk
sowieso keine Wärme
abgeleitet wird, könnte man
das Unterteil doch auch aus
Hartholz anstatt Alu drehen ????


Udo ( ich sattel jetzt um und werde Dichter)

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Re: Schleifteller

Beitrag von Der Holzwurm » Mittwoch 29. Oktober 2008, 17:52

Deppenbrösel hat geschrieben: Udo ( ich sattel jetzt um und werde Dichter)
... wieso dichter? .... soll das heissen, Du bist nicht ganz dicht??? :mrgreen:


Ich denke auch, das das mit einem Stück Hartholz und einer eingeleimten / eingeschraubten und abgesägten 6mm Schraube zu machen ist ..... wenn man nicht so perfekt eingerichtet ist wie Fritz :)

Gruß
Bernd

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Re: Schleifteller

Beitrag von Fritz-RS » Mittwoch 29. Oktober 2008, 18:47

Auf eine so simpel-gute Lösung wie z.B. Multiplex bin ich noch garnicht gekommen.
Ich denke, das geht besser als ALU, weil der Kleber besser haftet. Und die Welle kann man auch mit Epoxi-Kleber einkleben.
Aber: Eine Schraube ist nicht so zweckmäßig. Die hat fast immer einen Schlag. Und es sollte schon ein fester Stahl sein. Sonst sieht eine Welle plötzlich so aus:

Gruß Fritz
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Deppenbrösel

Re: Schleifteller

Beitrag von Deppenbrösel » Donnerstag 30. Oktober 2008, 16:52

Der Holzwurm hat geschrieben:
Deppenbrösel hat geschrieben: Udo ( ich sattel jetzt um und werde Dichter)
... wieso dichter? .... soll das heissen, Du bist nicht ganz dicht??? :mrgreen:



Bernd
Bernd

ich freue mich, dich als Heinz Erhard-Kenner klassifizieren zu können ! Aber meinst du nicht es wäre an der Zeit, die alten Schallplatten mal wegzulegen und was neueres zu hören ? Da soll es jetzt einen jungen Mann aus Ostfriesland geben...... nennt sich Waalkes !

Udo

Deppenbrösel

Re: Schleifteller

Beitrag von Deppenbrösel » Sonntag 2. November 2008, 08:57

olaf hat geschrieben: wieder vorgekommenes Leid ist doppeltes Leid.
Aufgrund Deiner Geschichte kam bei mir wieder etwas verdrängtes aus der Vergangenheit hoch.
Habs auch sofort gefunden : den Schleifteller mit dem zölligen Innengewinde und die beim gleichen Laden bestellte lange Achse mit metrischem Außengewinde :.: :.: :.: .

Nun gut, damals habe ich mich auch nicht bei dem Versender darüber beklagt und werde es auch heute nicht mehr tun.
Heute habe ich die Einstellung gewonnen: Zurück mit dem Mist.
olaf
Da fällt mir noch so eine Geschichte ein:
Vor Jahren habe ich mal bei einem bekannten deutschen Drechselverschicker einige Röhren bestellt.
In dem Feld "Bemerkungen" auf dem Bestellformular habe ich darum gebeten, nur mit DHL ( Ex-Bundespost) zu schicken, da andere Paketdienste NIE meine Adresse finden ( wie einige hier wissen, wohne ich etwas abgelegen mitten im Busch, und anscheinend haben die Navi`s ne falsche Strassenbeschreibung mit in die Wiege gelegt bekommen...)
Nachdem ich also wochenlang auf meine Werkzeuge wartete, rief irgendwann mal eine Nachbarin an ( die ca 2km entfernt wohnt) und meinte, das ein Paket abgegeben worden wäre.

Das Fazit: Da ich nicht erkennen kann, ob man den einfachen Satz " Nur mit DHL" nicht verstehen konnte oder wollte, habe ich dort nie mehr bestellt. Das Risiko, dass irgendwann so ein armer Inder oder Sudanese, der für 6,80 €/h Pakete in einem fremden Land herumfahren muss, sich mit seinem braunem Auto hier im Wald verirrt und erst nach 4 Wochen tot aufgefunden wird, ist mir einfach zu gross.

Udo

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