Geschichte des Drechselns im Hozhandwerksmuseum

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Moderator: Willi Lübbert

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Geschichte des Drechselns im Hozhandwerksmuseum

Beitrag von Drechselfieber » Montag 9. März 2020, 22:35

Im Themenjahr der Museen in OWL zeigt das Holzhandwerksmuseum Hiddenhausen
eine Ausstellung mit Vorführungen zur Geschichte des Drechselns.

"Am Anfang war der Baum"

HHM-Drechseln1-738x1024.jpg

HHM-Drechseln2-737x1024.jpg

An den Ostertagen geschlossen.

Sonntagsprogramm während der Ausstellung

15.03 Elmar Kemper
Wippdrechselbank

22.03. Erick Mehl
Verwendung von Spundfuttern (Ostereier)

29.03. Torsten Wiele
Arbeit mit dem Meißel

05.04. Jens Holtkamp
Exzentrisch Drechseln

19.04. Reinhard Hülsmann
Schreiberfertigung

26.04. Stefan Crede
Rollbäumchen

03.05. Willi Lübbert
Dosenvariationen

10.05. Harald Fleiter
Kreiselvariationen

17.05. Reinhold Seithe
Arbeit mit dem Meißel
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Gruss Hartmut

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Re: Geschichte des Drechselns im Hozhandwerksmuseum

Beitrag von Mr. Wood » Dienstag 10. März 2020, 07:07

Moin zusammen,

eine tolle Veranstaltungsreihe, herzlichen Glückwunsch das kann sich sehen lassen.

Und das Plakat Bild und Titel finde ich bombe :prost:
Gruß aus der Eifel
Lutz
"Man muß sein Leben aus dem Holz schnitzen, das man zur Verfügung hat."
Theodor Storm

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Re: Geschichte des Drechselns im Hozhandwerksmuseum

Beitrag von Drechselfieber » Mittwoch 11. März 2020, 11:38

Wen treffe ich am Sonntag in Hiddenhausen ???

Eröffnung ist am Sonntag um 11 Uhr.
Gruss Hartmut

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Re: Geschichte des Drechselns im Hozhandwerksmuseum

Beitrag von Fischkopp » Mittwoch 11. März 2020, 18:39

Sorry,
Sonntag geht leider nicht...
Viel Erfolg
Gruß
Alois
Was man sagt sollte wahr sein,
aber nicht alles was wahr ist sollte man sagen...

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Re: Geschichte des Drechselns im Hozhandwerksmuseum

Beitrag von Drechselfieber » Freitag 13. März 2020, 12:53

Achtung !!!!!


Auch Hiddenhausen wurde von offizieller Stelle abgesagt.

Leider, aber vielleich kann man zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal starten.
Gruss Hartmut

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Re: Geschichte des Drechselns im Hozhandwerksmuseum

Beitrag von Drechselfieber » Sonntag 15. März 2020, 09:27

Leider keine Eröffnung in Hiddenhausen, aber .......

Ich habe eine kleinen Text zur Entwicklung des Drechselns bis
zur aktuellen Situation beigesteuert. Ein paar Bilder habe ich angehägt,
die folgen später.



Am Anfang war das Holz.

Eine über zweitausendjährige Entwicklung hat das Drechseln fortlaufend verändert.
Das Ausgangsmaterial ist grundsätzlich das Gleiche geblieben – Holz.

Die Techniken, das Holz zu formen, haben sich gewandelt.
Maschinen, Werkzeuge und Antriebe:

- Änderung der Drehachse von der Senkrechten in die - Waagerechte

- vom einfachen Schneidwerkzeug zum hochwertigen Stahl

- vom Bogen über Schwungräder, Wipp- und Fussdrehbänke (vom Drechsler angetrieben)
zum Antrieb über Wasserkraft und Strom über Transmission.

Bis auf wenige Ausnahmen stand der Gebrauchswert der hergestellten Artikel im Vordergrund.
Die Herstellung für den Eigenbedarf und und die Fertigung in kleinen und mittleren Handwerksbetrieben
war die Regel.

… und am Ende stand immer der Span.

Das hat sich bis heute nicht geändert.

Mitte des 20. Jahrhunderts kam es zu gravierenden Veränderungen in der Drechslerei.
Neue technische Möglichkeiten führten zum Niedergang des Handwerks.
Kopiervorrichtungen und gesteuerte Maschinen ersetzten den Drechselmeister
und seine Gesellen im grossen Ausmass.

Aber zu diesem Zeitpunkt kam es zu einer entscheidenden Wendung.

Einfluss darauf hatten folgende Faktoren:

- wachsende verfügbare Freizeit
- im privaten Bereich einsetzbares Vermögen
- fast unbegrenzte Mobilität
- moderne Kommunikation

Der Hobbydrechsler war „geboren“ und die Fortführung alter Traditionen unter modernen
Gesichtspunkten hat das Handwerk einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Es entstanden regionale Gruppen (Stammtische) für den fachlichen und freundschaftlichen Austausch.
Die Zahl der Hobbydrechsler stieg fortlaufend.

Das war der Nährboden für die Entwicklung neuer Werkzeuge und Maschinen.
Händler, die sich ausschließlich mit dem Bedarf der Hobbydrechsler beschäftigen,
bildeten die Grundlage für ein gutes Handwerk.

Das Internet sorgte schnell für
- die weltweite Vernetzung der Drechslerei
- für das Entstehen von Online-Foren
- für die Kommunikation in sozialen Netzwerken
- für die Dokumentation der gedrechselten Werke
- für die Verbreitung von Arbeitsanleitungen
- für die Einblicke in Galerien und Sammlungen
- für den überregionalen Handel mit Drechselarbeiten
- für das Entstehen von Drechslerfreundschaften.

Für die Region Sauerland-Ostwestfalen-Ruhrgebiet und sein Einzugsgebiet
zwischen Hannover, Aachen, Trier, Kassel und Frankfurt steht das

Forum und der Stammtisch der German Woodturners.

Auch über diese Grenzen hat diese Gemeinschaft
Freunde in Deutschland, Europa und der Welt.
Gruss Hartmut

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Re: Geschichte des Drechselns im Hozhandwerksmuseum

Beitrag von h.-jürgen kelle » Sonntag 15. März 2020, 16:02

Vielen Dank an Hartmut für den Bericht.
Die Ausstellung bleibt auf jeden Fall bestehen, auch wenn es, was wir nicht hoffen wollen, Monate dauern sollte.
Elmar Kämper hat zugesagt, dass die Wippdrechselbank bis auf weiteres bei uns bleiben kann.
Jetzt gilt es also vor allem, schön gesund zu bleiben. Geht deshalb kein unnötiges Risiko ein!
Wir sehen uns und zwischendurch tauschen wir uns im Blauen aus.

Viele Grüße
die Hiddenhauser

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