Oskar Pensel und Sohn

Eure Erfahrungen mit Drechselmaschinen
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schwede
Beiträge: 159
Registriert: Sonntag 1. Dezember 2013, 17:13
Zur Person: Ich bekam um Weihnachten 2011 ne kleine Elu-Drechselbank (DB 180) geschenkt.
Hiermit begann für mich auch der Einstieg ins Drechseln.
Seit Februar 2013 nun bin ich Besitzer einer Oskar Pensel Metalldrückbank.
Im Früjahr 2015 kam die zweite Oskar Pensel dazu...;-)
In der Arbeit stehen nun ein paar Hempels und eine Geiger

Hobbys neben dem Drechseln: BMW R1200 GS :-), Mountainbike und Rennrad fahren.
Bin verheiratet und hab ne kleine süße Tochter.

Nebenbei baue ich noch Schwedenfutter.
Mehr dazu hier:
http://www.rundes-vom-schweden.de
Drechselbank: 2xOskar Pensel+EluDB
Wohnort: Deining
Kontaktdaten:

Oskar Pensel und Sohn

Beitrag von schwede » Dienstag 28. Oktober 2014, 19:39

Servus miteinander,

begonnen habe ich Ende 2011 die Drechslerei auf einer kleinen und eigentlich recht feinen Elu Drechselbank.
1.JPG
Da mir das Schalen drechseln bald sehr viel Spaß machte, wurde die Maschine dahingehend "optimiert"
Hier mit großer Riemenscheibe zur Drehzahlminderung und selbstgeschweister Handauflage.
2.JPG
Da ich aber das kleine Maschinchen nicht wirklich weiter quälen wollte, kamm der dringende Wunsch nach ner großen und schweren Maschine auf.
Nach zahlreichen schlaflosen Nächten und vielen wieder verworfenen Angeboten, kam dann endlich das richtige Maschinchen.

Im Februar 2013 durfte ich meine Neue, Alte schwere Drechselbank bei einem sehr netten Forumskollegen im Westerwald abholen. Waren zwar knapp 400Km einfach, aber ich für mich hat es sich gelohnt.

Hersteller: Oskar Pensel & Sohn aus Iserlohn,
8 verschieden Drehzahlen über Riemenscheibe und Doppelkeilriemen,
Motor: 380V, 2,9KW, VEB Thurm,
Gewicht zusammengebaut: 420Kg,
Spindel mit MK2,
Pinole mit MK3,
Pinolenweg ~ 300mm,
Spitzenhöhe:300mm
Spitzenweite: 900mm

Bei der Maschine handelt es sich um eine ehemalige Metalldrückmaschine, was den etwas ungewöhnlichen Reitstock für eine Drechselbank erklärt.

Samstag morgen um 5 Uhr war die Nacht zu Ende, schnell noch Kaffee gemacht und ab auf die Autostrada. Am frühen Vormittag wurden wir dann vom Verkäufer und seiner Frau herzlichst Willkommen geheißen.

Dank des richtigen Gefährtes stellte der Transport der Maschine erstmal kein Problem dar.
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Die abgebauten Teile der Maschine konnten eigentlich noch recht gut an Ihren Bestimmungsplatz im Keller unseres Hauses gebracht werden. Das schwerste Einzelteil war der Spindelkasten mit gut 80Kg.
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Aber auch das komplette Bankbett mit den Füßen daran sollte noch über die noch ziemlich neue Eichentreppe in den Keller geschafft werden, Aber wie nur, ohne das halbe Haus einzureißen?
In Anbetracht der späten Stunde, und der recht geselligen Helfer, wurde diese Entscheidung erstmal vertagt, und das Bankbett durfte seine erste Nacht in der Oberpfalz im Hausgang verbringen.
3.jpg
Nach einer fast schlaflosen Nacht mit vielen Überlegungen, war am Sonntag morgen immer noch guter Rat teuer, als dann plötzlich beim wiederholten Betrachten der Bank mein Blick auf das mit roter Farbe fast völlig zugekleisterte Ende einer Schraube im Inneren des Bankbettes fiel.
Wo eine Schraube ist, waren dann bei einem prüfenden Blick unter die Bank doch natürlich insgesamt 8 Schrauben zu finden, die noch dazu dann ohne großes Murren ihrerseits zu lösen waren.
Die Stöße zwischen Bett und Fuß waren von außen sauber verspachtelt und wohl schon einige Male überpinselt worden, und daher nicht sichtbar.
Nun war es möglich, die Teile einzeln in den Keller zu schaffen und wieder zu verschrauben.
4.jpg
Und nach ner guten Stunde konnten die ersten Späne fliegen!
5.jpg
etwas Zubehör war auch dabei:
8.jpg

Die Spitzen der Maschine fluchten einwandfrei, der Spindelstock sitzt ohne Spiel in seiner Nut, ebenso der Reitstock, welcher sich trotz seiner über 30 Kilo, spielend leicht auf dem Bankbett schieben läßt. Die Maschine schnurrt wie ein Kätzchen und ich bekomm das Grinsen nimmer aus meinem Gesicht.

Sollte hier im Forum jemand was über den Hersteller sagen können, würde ich mich freuen.
9.jpg

Mitlerweile habe ich dem Spindelstock neue Lager spendiert und den Motor an einen Fu angeschlossen.
Ich denke, ich habe hier ne solide Basis erworben, mit der ich schon mal gut arbeiten kann.
Es gibt aber schon noch einige Dinge, die mir so im Kopf rumschwirren, und die ich nach und nach umsetzen möchte.

Was meint Ihr dazu?
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Schöne Grüße aus der Oberpfalz!

Schwede-> Markus

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joschone
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Re: Oskar Pensel und Sohn

Beitrag von joschone » Mittwoch 29. Oktober 2014, 14:20

Hallo Markus
Sehr schöner Bericht! Find ich immer wieder interessant!
:danke: für deine Mühe! :prost:
Josef
der aus dem schönen Negertal grüßt!

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Christoph O.
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Re: Oskar Pensel und Sohn

Beitrag von Christoph O. » Mittwoch 29. Oktober 2014, 22:10

Hallo Markus,

schicke Bank. Also ich meine zweite!
Toller Bericht. :danke:

Grüße

Christoph
Grüße

Christoph

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Helmut-P
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Re: Oskar Pensel und Sohn

Beitrag von Helmut-P » Donnerstag 30. Oktober 2014, 14:16

Hallo Markus,

da hast Du eine schöne Bank an Land gezogen. Wünsche Dir immer gutes Gelingen und unfallfreies Schaffen auf der Pensel und Sohn!

Freundliche Grüße aus dem Untertaunus
Helmut

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Fischkopp
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Drechselbank: Killinger
Wohnort: Bramsche

Re: Oskar Pensel und Sohn

Beitrag von Fischkopp » Donnerstag 30. Oktober 2014, 14:33

Moin Markus,
die könnte mir auch gefallen :-D
wegen der Spitzenhöhe von 30 cm
Glückwunsch und viel Spaß damit
wünscht dir
Alois
Was man sagt sollte wahr sein,
aber nicht alles was wahr ist sollte man sagen...

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