Frisches Eibenstück

Wie mache ich es richtig

Moderator: rrsimmba

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joschone
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Frisches Eibenstück

Beitrag von joschone » Donnerstag 7. Februar 2013, 13:00

Hallo Leute
Ich habe gerade ein frisches Stück Eibe abstauben können :razz:.
Es ist ein Stammstück von ca. 25 cm im Durchmesser und 70cm lang.
Da ich schon von Anfang an hinter Eibe her bin, möchte ich gern, sofort etwas aus einer Scheibe drechseln!
Wie dünn muß das Tellerchen werden, damit es nicht reißt?
Oder kann ich etwas anderes unternehmen, damit es klappt?
Ich bin nun mal ein ungeduldiger Hund, drum bitte her mit den Tipps und Tricks!!!?
:danke: im voraus für eure Hilfe.
Gruß Josef
Josef
der aus dem schönen Negertal grüßt!

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Torsten
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Re: Frisches Eibenstück

Beitrag von Torsten » Donnerstag 7. Februar 2013, 15:58

Hallo Josef,
du merkst, nach zwei Stunden noch keine
Antwort. Das Zeug will niemand haben.
Bring es mir zur 'Entsorgung'.

der Torsten

und einen Tip habe ich nicht, sorry
... wo sich Tabakrauch in kringeln windet...
...... ist Toffi, der die Pfeife zündet....

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Flo
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Re: Frisches Eibenstück

Beitrag von Flo » Donnerstag 7. Februar 2013, 16:06

Ach lass mal gib das nicht dem Torsten.
Der bringt das nur zurück in den Wald.
Ich hätte ein viel schöneres Plätzchen für die Entsorgung. :mrgreen:

Zu deinem Problem kann ich Dir aber leider nicht helfen.

LG
Flo

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Re: Frisches Eibenstück

Beitrag von Drechselfieber » Donnerstag 7. Februar 2013, 16:46

Hallo Josef,

schau doch einmal beim Norweger, der hat ein im Sommer geschnittenes Stück Eibe verarbeitet.
Mach es schön dünn.
Gruss Hartmut

Nimmst du jemand mit auf deinen Weg, schau nicht auf den Reiter, sondern auf sein Pferd. (Buschläuferweisheit/Alaska)--- Wer mit sich selber in Frieden lebt, der kommt nicht in Versuchung , anderen den Krieg zu erklären. (Ernst Festl)

wildstift
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Re: Frisches Eibenstück

Beitrag von wildstift » Donnerstag 7. Februar 2013, 17:05

Moin Josef,

das mit der Ungeduld kenne ich, aber das ist hier ein Problem. Wenn Du sofort was drechseln willst, gerade Eibe, dann kann ich nur sagen, großes Risiko. Eibe würde ich auf jedenfall erst mal ein bis zwei Wochen im Keller lagern. Wenn da ein Luftzug drin ist, noch besser. Ich habe so was bei mir im Heizraum, da haben die Handwerker eine natürliche Luftzirkulation eingebaut, da klappt das sehr gut.
Dann auftrennen, ist ja noch immer nass und so dünn wie möglich drechseln. Zwischen 3 und 5 mm sollten genügen. Dann hast Du vielleicht eine Chance, dass es nicht reisst. Wenn es geht, möglichst aus dem Kern raushalten. Ansonsten den Boden auf keinen Fall stärker als 8 mm mit Kern.

Je dünner ein Holz ist um so weniger reisst es. Kann man glaube ich als Faustregel sagen.

So und nun sagt der Norddeutsche: Mast und Schootbruch..... und immer ne handbreit Wasser umter´m Kiel...........

Viel Spass wünscht der Heiner

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Re: Frisches Eibenstück

Beitrag von Schaber » Donnerstag 7. Februar 2013, 21:35

Josef,
erstmal ist Eibe ziemlich gutmütig und nicht besonders reißfreudig, insofern bist Du mit den von Heiner vorgeschlagenen 5mm auf der sicher(er)en Seite. Schwarze, vom Kern ausgehende Risse hat oft schon der noch lebende Baum, aber das macht nix, die werden nicht größer! Du kannst sofort anfangen und sofort die Schale fertigmachen, ich würde Dir aber zum nass schleifen raten, denn Hitzeentwicklung ist bei nassem Hirnholz gefährlich...
Und dann wie Heiner empfiehlt im Keller trocknen, allerdings NICHT bei Zug im Heizungskeller! Das kann gutgehen, erhöht aber mal wieder das Risiko! Zug beschleunigt die Trocknung eher bei einigermaßen vorgetrocknetem Holz. Bei großen Stücken und pitschenassem Holz trocknet´s außen zu schnell und es entehen Spannungen zum noch nassen Inneren. Also:ab in den kühlen Keller! Und ein bischen Geduld schadet ja nicht, geht trotzdem ganz fix....
Gruß
Jürgen

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Re: Frisches Eibenstück

Beitrag von Splintholz » Freitag 8. Februar 2013, 07:55

Ich habe in den letzen Wochen einiges aus frischer Eibe gedrechselt wie z.B. Vasen und eine Schale. Bei den Vasen war ja der Kern raus und diese habe ich im Keller mit Belüftung in einem Leinentuch langsam trocknen lassen (nicht in den Durchzug stellen). Kein Verzug und keine Risse. Eine Schale habe ich aus einem 90 Grad Knick eines Stammstücks gearbeitet, auch hier gleiche Vorgehensweise, kein Verzug, kein Riss.

Jochen

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