Tassenstahl

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Drechselsiggi
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Tassenstahl

Beitrag von Drechselsiggi » Montag 13. September 2010, 07:44

Hallo Ihr Lieben!
Ich bekomme eine Kriese!
Jetzt habe ich schon die genaue Bezeichnung und sogar eine Internetseite die es anbietet bekommen, nur ich komm nicht klar.
Bin auch nicht bereit, für ein 8€ Teil 4€ Vesandkosten zu zahlen.
8 € würde ich gerne für ein Teil ausgeben.
Daher meine Frage:
Hat noch jemand ein Tassenstahl über, den er mir verkaufen kann?
oder
Hat noch jemand interesse daran, oder wollte sowieso noch was für sich bestellen (der sich damit auskennt), der mir etwas mitbestellen würde, dann kann man sich das Porto teilen.
Liebe Grüße
Siggi
Liebe Grüße
vom Siggi

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klaus-gerd
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Re: Tassenstahl

Beitrag von klaus-gerd » Montag 13. September 2010, 11:00

hallo Siggi,
unter der von Fritz angegebenen Bezeichnung findest Du bei ebay dies
110584407572

Preis ca. 27 EUR + Versand, allerdings 5 Stück

Hilft das?
KG

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h.-jürgen kelle
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Re: Tassenstahl

Beitrag von h.-jürgen kelle » Montag 13. September 2010, 12:11

Hallo Klaus-Gerd, hallo Siggi,

ich habe die Tassenstähle, die bei e-bay angeboten werden, probiert. Sie sind beschichtet und dadurch weniger scharf
als unbeschichtetes Hartmetall, wobei Hartmetall grundsätzlich nie so scharf sein wird wie HSS.
Ich setze Hartmetall nur noch bei hartem und verschleissförderndem Material ein, z. B. bei Mooreiche.
Sehr gut finde ich die HSS-Tassenstähle, die Heinz Wiedemann anbietet. Sie sind extrem scharf, sehr gutmütig bei der Anwendung und lassen sich sehr einfach nachschärfen.
Zum Befestigen benötigt man spezielle Schrauben mit Zentrierkonus, bei Maintor M 4 und bei Heinz Wiedemann M 3,
wobei Letzterer auf Bestellung auch für M 4 fertigt.
Auf Wunsch gern weitere Details, z. B. am Samstag.

Herzliche Grüsse vom Grossen Weserbogen
Jürgen

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Re: Tassenstahl

Beitrag von klaus-gerd » Montag 13. September 2010, 13:58

hallo Jürgen,
ich hatte den Hinweis zu Ebay (6 EUR/Stück incl. Versand) gegeben,
da Siggi ein Preisvorgabe angedacht hatte.
Wiedemanns Schneidplatten kosten 12 EUR/Stück + Porto.

Ich kann das "weniger scharf/ halten nicht so lange" nicht beurteilen.
Von daher wäre es schon gut, wenn Du am Samstag etwas dazu sagen könntest.
Ergibt 2 * Ebay = 1* Wiedemann?
und ist das Maintor-Schneidstahl gleich zu setzen dem preisgleichen Wiedemann-Schneidstahl.

Bin gespannt
KG

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Re: Tassenstahl

Beitrag von Drechselsiggi » Montag 13. September 2010, 16:07

Das ist ja eine super Aktion zur Meinungsfindung!
Bringt jemand von Euch am Samstag einen Tassenstahl mit Schraube mit?
Ich habem mir vor Zeiten mal einen Schwanenhals mit einer Hartmetallscheibe gekauft (die schneidet aber nicht, sondern schabt nur), vielleicht passt da ja ein Tassenstahl drauf.
Ich bringe den Schwanenhals mal mit.
Als Frage taucht bei mir noch auf, was ist der Unterschied zwischen Tassenstahl und Schneidplatte (bei Wiedemann)?
Liebe Grüße
Siggi
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Re: Tassenstahl

Beitrag von klaus-gerd » Montag 13. September 2010, 18:18

was ist der Unterschied zwischen Tassenstahl und Schneidplatte (bei Wiedemann)
Ich glaube man will uns damit lediglich ärgern,
dass wir bei den verschiedenen Anbietern in der Suchfunktion nie den richtigen Begriff eingeben,
somit nix finden und uns daher durch das Gesamtangebot klicken müssen.
Sehr geschäftstüchtig. :mrgreen:
KG mit dem wunden Klickfinger

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Re: Tassenstahl

Beitrag von Drechselsiggi » Mittwoch 15. September 2010, 11:58

Noch ne frage dazu, Fritz schrieb bei Ina " nur HSS, nicht HM".
Ist das richtig, das HM zwar härter ist aber nicht so gut schneidet?
Oder bedeutet HM nicht Hartmetall wie z.B. Widia?
Liebe Grüße
Siggi
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Re: Tassenstahl

Beitrag von Fritz-RS » Mittwoch 15. September 2010, 20:25

Siggi,

wenn Du ein Messer hast mit schlanker Schneide schneidet das sicher besser, als eines mit stumpfer angeschliffener Schneide.
Das schlanke hat bei starker Beanspruchung aber schneller Ausbrüche in der Schneide.
Je härter das Messermaterial, umso länger hält die Schneide, wenn sie nicht wegen ihrer Sprödigkeit schon Ausbrüche hat.
So ist es mit Hartmetall. WIDIA ist m.W. der erste Markenname von Krupp für ein gesintertes Hartmetall. Wolframkarbid, der Hauptbestandteil kann nicht mehr geschmolzen, nur noch gesintert werden. Glühfäden in Lampen sind aus diesem Material. Es ist extrem hart, aber auch brüchig.
Drechselschneiden aus HM können wegen der Sprödigkeit nicht so schlank hergestellt werden, daß sie gut schneiden.
Das ist bei einem Schnellarbeitsstahl (High Speed Steel (HSS)) anders.
Schneiden aus diesem Material können schlanker sein und sind, je nach Legierung auch rel. wärmebeständig (ca. 560°C).
Tassenstähle aus HSS, neu jetzt HS, haben alle Eigenschaften eines schlanken Messers mit Schneiden, die trotz ihrer Härte kaum ausbrechen.
Besonders für stockiges Material (Ina) sind schlanke Schneiden unabdingbar.

Das Thema kann noch weitergeführt werden, aber ich denke, die Grundbegriffe sind genannt.

Gruß Fritz

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Re: Tassenstahl

Beitrag von Drechselsiggi » Donnerstag 16. September 2010, 09:12

Hallo Fritz!
Danke für Deine Mühe, mein Denkfehler war, das sich härteres Material auch dünner machen läßt, weil fester. An das Spröde, weil ja nur gesintert habe ich nicht gedacht.
LG
Siggi
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Re: Tassenstahl

Beitrag von Fritz-RS » Samstag 18. September 2010, 22:02

Hallo, K.D.,

in einem hast Du Recht:
Tassenstähle können keine Wendeschneidplatten sein, weil sie nicht gewendet werden können.
Sie werden aber wie Wendeschneidplatten auf einem Halter montiert, und unterscheiden sich von HM-Stählen, ähnlich RDHT, durch ihr schlankeres Profil, das bei Holz zu saubereren Schnittverhältnissen führt.
Ich arbeite dauernd mit einem HSS-Tassenstahl auf frei handgeführtem Werkzeug. Er muß bei Holz nur anders angesetzt werden.

Gruß Fritz

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Re: Tassenstahl

Beitrag von Fritz-RS » Sonntag 19. September 2010, 13:14

K.-D.,

einen 20 mm Tassenstahl kannst Du von Hand nicht halten.
Meine Tassenstähle haben einen Ø vo 10 mm und sind auf Rundstahl montiert.
Mit den beschichteten Rundlingen kannst Du bei Holz nichts ausrichten. Da stimmt kein Schnitt-Frei-Spanwinkel.

Gruß Fritz

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